Brücken bauen: Job-Speed-Dating als Schlüssel zur Fachkräftegewinnung in Regensburg
Am 21. Oktober 2026 war es wieder soweit: Das zehnte Job-Speed-Dating im Landkreis Regensburg stand an. Eine spannende Gelegenheit für Unternehmen im Handwerk und in der Logistik, ihre offenen Stellen zu besetzen. Die Region kämpft schließlich mit einem Mangel an Fachkräften. Es ist kein Geheimnis, dass viele Betriebe händeringend nach neuen Mitarbeitern suchen, und diese Veranstaltung sollte die Brücke zwischen den Unternehmen und den Arbeitsuchenden schlagen.
Die Rahmenbedingungen waren vielversprechend: Organisiert wurde das Event von den Wirtschaftsförderungen des Landkreises Regensburg, der Stadt Regensburg sowie den Jobcentern und der Agentur für Arbeit. An diesem Tag präsentierten zwölf Unternehmen ihre freien Stellen, während etwa 100 Bewerber, die über die Jobcenter vermittelt wurden, auf der Jagd nach neuen beruflichen Chancen waren. Die Gespräche dauerten jeweils 20 Minuten und drehten sich um Themen wie berufliche Qualifikationen, persönliche Stärken und die Motivation der Bewerber.
Ein bewährtes Format im Aufwind
Dieses Job-Speed-Dating hat sich über die Jahre als bewährtes Format etabliert, um den Austausch zwischen Unternehmen und Jobsuchenden zu fördern. Die Atmosphäre war, wie man sich das vorstellt: Ein Mix aus Nervosität, Hoffnung und der Vorfreude auf neue Möglichkeiten. Man konnte spüren, wie die Bewerber ihre besten Seiten zeigten und die Arbeitgeber die Chance nutzten, sich von ihrer besten Seite zu präsentieren.
Ein besonders interessantes Detail ist, dass in dieser Veranstaltung auch die Herausforderungen der Arbeitsintegration von Geflüchteten eine Rolle spielten. Ein ähnliches Event fand bereits im Juni 2024 im Landratsamt Regensburg statt, wo der Fokus auf den Branchen Gastronomie und Verkauf lag. Landrätin Tanja Schweiger hob die Relevanz der kurzen Kennenlerngespräche hervor. Solche Plattformen sind entscheidend, um den Arbeitskräftemangel zu bekämpfen und gleichzeitig Geflüchteten den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt zu erleichtern.
Die Rolle des Job-Turbos
Ein wichtiges Element in diesem Kontext ist der Job-Turbo, der darauf abzielt, Geflüchtete, insbesondere nach Integrationskursen, schneller in Arbeit zu bringen. Laut einer Evaluation hat dieser Ansatz die Integration von Geflüchteten deutlich beschleunigt, insbesondere bei ukrainischen Migranten. Die Zahl der Beschäftigungsaufnahmen hat sich in den letzten Monaten signifikant erhöht. Es ist beeindruckend zu sehen, wie durch intensivere Betreuung und gezielte Maßnahmen die monatliche Übergangsrate in Beschäftigung bei ukrainischen Geflüchteten um 113% gestiegen ist. So werden neue Perspektiven eröffnet, nicht nur für die Unternehmen, sondern auch für die Menschen, die hier ein neues Leben beginnen wollen.
Die Synergien zwischen diesen Veranstaltungen und den Programmen wie dem Job-Turbo sind unbestreitbar. In einer Zeit, in der viele Unternehmen um Fachkräfte ringen, ist es wichtig, alle verfügbaren Potenziale zu nutzen. Das gilt sowohl für die „Stille Reserve“ als auch für Geflüchtete, die oft über wertvolle Fähigkeiten und Erfahrungen verfügen. Es bleibt spannend zu beobachten, welche weiteren Entwicklungen in den kommenden Monaten und Jahren in der Region Regensburg zu erwarten sind.
