Heute ist der 29.09.2026. Die Luft in der Logistikbranche ist gerade ziemlich aufgeladen. Auf der einen Seite gibt es die Hamburger Spedition Konrad Zippel, die im Gespräch ist, und auf der anderen Seite den chinesischen Staatskonzern Cosco, der einen 80-Prozent-Anteil an dieser traditionsreichen Firma übernehmen möchte. Doch die Bundesregierung zieht in dieser Sache die Zügel an und erwägt, den Deal zu verhindern. Ein geheimes Dokument soll „erhebliche Sicherheitsbedenken“ aufwerfen. Wer hätte gedacht, dass der Verkauf einer Spedition solche Wellen schlagen kann?

Der Deal birgt das Risiko strategischer Abhängigkeiten, und das wäre gerade in Zeiten politischer Verwerfungen ein gefährliches Spiel. Schließlich könnte man sich leicht vorstellen, dass solche Abhängigkeiten als Druckmittel missbraucht werden könnten. Ein Gedanke, der einem ganz schön mulmig machen kann, wenn man darüber nachdenkt. Die Ministerien für Wirtschaft, Finanzen, Inneres sowie Außen- und Verteidigung haben sich bereits für eine Untersagung des Geschäfts ausgesprochen. In der Politik ist die Meinung klar: Ein solcher Erwerb würde den strategischen Einfluss Chinas auf Deutschland und die europäische Transportinfrastruktur nur noch verstärken.

Die Bedenken der Behörden

Konrad Zippel ist zwar kein Marktführer, aber dennoch ein etablierter Akteur mit jahrzehntelanger Marktkenntnis. Das zieht natürlich auch das Interesse auf sich. Die EU-Kommission und der Verfassungsschutz haben ebenfalls vor dem Deal gewarnt. Man könnte fast meinen, die Regierung würde alles daran setzen, um diesen Verkauf zu verhindern. Die Unsicherheit ist greifbar. Das Bundeswirtschaftsministerium wollte zunächst keine Stellung nehmen, und auch Konrad Zippel selbst ließ eine Anfrage unbeantwortet. Komisch, oder? Man fragt sich, was da hinter den Kulissen wirklich los ist.

Ein weiterer Punkt, den es zu beachten gilt: Cosco hält bereits knapp 25 Prozent am Hamburger Containerterminal Tollerort des Hafenbetreibers HHLA. Die Bundesregierung hatte diesen Einstieg der Chinesen erst im Mai 2023 nach langem Ringen freigegeben. Die Frage, die sich jetzt aufdrängt, ist, ob dieser Schritt sich als weitsichtig oder vielleicht als kurzsichtig herausstellen wird.

Europas Abhängigkeit von China

Im weiteren Kontext ist es nicht nur eine deutsche Angelegenheit, sondern ein europäisches Problem. Die Europäische Kommission hat die Handelsbeziehungen mit China als „nicht nachhaltig“ erklärt. Ein dringender Bedarf an einer Risikominderungsstrategie ist da, aber eine vollständige Entkopplung von China ist nicht in Sicht. Am 29. Mai diskutierten EU-Kommissare über den Schutz europäischer Industrien vor steigenden chinesischen Importen. Es wird also nicht nur darüber nachgedacht, sondern auch geplant, wie man die Lieferketten diversifizieren und Pekings Zugang zu EU-Märkten in Bereichen wie Chemikalien und saubere Energie einschränken kann.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Im Jahr 2025 betrug das Handelsdefizit der EU mit China 359,9 Milliarden Euro – ein Anstieg um 2,7 % gegenüber 2024. 64 von 204 Waren, von denen die EU abhängig ist, stammen zu einem Drittel aus China. Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass China 98 % der Solarpaneele sowie 54,4 % der Maschinen und Fahrzeuge nach Europa liefert. Man könnte fast sagen, wir sind in einer Zwickmühle gefangen.

Die EU hat mehrere Instrumente in der Planung, um sich vor unlauterem Wettbewerb zu schützen und die wirtschaftliche Effizienz nicht zu einem Sicherheitsproblem werden zu lassen. Es gibt klare Strategien, wie den Critical Raw Materials Act und den Chips Act, die darauf abzielen, die europäische Industrie zu stärken. Doch viele in der Branche fragen sich, ob die europäischen Staats- und Regierungschefs tatsächlich ernsthaft über diese Abhängigkeiten nachdenken. Kleinere Unternehmen, die Schwierigkeiten haben, sich an steigende Kosten und neue Compliance-Anforderungen anzupassen, könnten die Verlierer dieser Entwicklungen sein.

In einer Zeit, in der Unternehmen nicht nur auf Rückverfolgbarkeit, sondern auch auf Widerstandsfähigkeit setzen müssen, könnte der Handel mit China für viele zur Herausforderung werden. Das sorgt für eine gewisse Nervosität. Wo geht die Reise hin? Und wie wird sich der Logistiksektor in den kommenden Jahren entwickeln? Man darf gespannt sein!