In Salzburg hat ein 29-jähriger Serbe für einiges Aufsehen gesorgt – und das aus einem eher skurrilen Grund. Zwischen September 2025 und Januar 2026 soll er mit einer gestohlenen Tankkarte einer kroatischen Spedition insgesamt 54.000 Liter Diesel abgezapft haben. Dabei führte er sage und schreibe 136 Tankvorgänge durch! Der geschätzte Schaden von etwa 68.000 Euro ist da natürlich nicht ohne. Aber was genau hat diesen jungen Mann dazu bewegt, in ein solches Abenteuer einzutauchen?

Der Mann kam auf unerklärliche Weise an die Tankkarte, mit der er Diesel zu einem unglaublichen Preis von nur einem Euro pro Liter anbot. Dutzende von Interessierten ließen sich nicht lange bitten und trafen sich an einer Tankstelle in Salzburg, um ihre Fahrzeuge zu betanken. Einige von ihnen brachten sogar eigene Kanister mit, um möglichst viel von diesem Schnäppchen mitzunehmen. Es klingt fast wie eine Szene aus einem Film, aber es ist die Realität, mit der die Polizei nun zu tun hat.

Ein technisches Verbrechen mit Folgen

Die Polizei Salzburg hat die Ermittlungen eingeleitet, nachdem das kroatische Speditionsunternehmen eine Anzeige erstattet hatte. Der Mann wird nun wegen betrügerischem Datenverarbeitungsmissbrauch und Urkundenunterdrückung vor Gericht stehen. Am 29. September 2026 wird der Prozess vor dem Landesgericht Salzburg beginnen. Die Unschuldsvermutung gilt natürlich auch hier, aber die Vorwürfe sind nicht ohne.

Aktuelle Spritpreise in Österreich liegen bei etwa 2,24 bis 2,26 Euro pro Liter, an Autobahntankstellen sogar bis zu 2,60 Euro. Günstigere Tankstellen bieten Diesel ab etwa 2,15 bis 2,18 Euro an. Das macht das Angebot des Serben besonders verlockend – auch wenn es auf unrechtmäßige Weise zustande kam. Die gesetzlichen Vorschriften in Österreich erlauben es Tankstellen zudem, ihre Preise nur einmal täglich um 12:00 Uhr zu erhöhen. Ein cleveres System, das der Angeklagte offenbar geschickt umging.

Die Schattenseiten des Schnäppchenkaufs

Natürlich wirft dieser Fall auch einige Fragen auf. Wie viele Menschen sind bereit, ein solches Risiko einzugehen, nur um ein paar Euro zu sparen? Und wie leicht ist es, an solche gestohlenen Daten zu kommen? In einer Zeit, in der digitale Sicherheit eine immer größere Rolle spielt, zeigt dieser Vorfall, dass die Tricks der Kriminellen oft einen Schritt voraus sind. Es bleibt spannend, wie sich dieser Fall weiter entwickeln wird und welche Konsequenzen er für die Beteiligten haben wird.