Die Binnenschifffahrt in Brandenburg hat im ersten Halbjahr 2026 ordentlich Fahrt aufgenommen. Rund 848.000 Tonnen Güter wurden befördert, was einem netten Zuwachs von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das klingt erst mal gut, oder? Doch während Brandenburgs Wasserstraßen florieren, sieht es in Berlin ganz anders aus: Hier sank die beförderte Menge um satte 23,2 Prozent auf 515.610 Tonnen. Ein echter Dämpfer!

Die Gütergruppe, die in Brandenburg am meisten transportiert wurde, sind die Sekundärrohstoffe und Abfälle. Hier gab es allerdings einen Rückgang um 16,4 Prozent auf 313.092 Tonnen. Man könnte fast sagen, dass das Recycling hier einen kleinen Rückschlag erlitten hat. Ganz anders hingegen die Metalle und Metallerzeugnisse: Die haben sich um beeindruckende 109 Prozent auf 262.239 Tonnen gesteigert. Ein Hoch auf die Industrie! So wird klar, dass sich die Nachfrage in einigen Bereichen ganz anders entwickelt als in anderen.

Ein Blick auf die Zahlen

Wenn wir uns die Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft anschauen, sehen wir einen Rückgang von 17,7 Prozent auf 169.315 Tonnen. Auch die Steine und Erden erlitten mit einem Rückgang von 57,1 Prozent auf 25.775 Tonnen einen heftigen Schlag. Doch es gibt auch Lichtblicke: Glas, Zement und Gips konnten um 39,4 Prozent auf 54.639 Tonnen zulegen! Das lässt doch irgendwie hoffen, oder?

Ein Blick auf die Import- und Exportzahlen zeigt, dass Brandenburgs Wasserstraßen auch international vernetzt sind. 187.000 Tonnen wurden aus dem Ausland importiert – ein Anstieg von 80 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025. Der Export ins Ausland stieg ebenfalls auf 102.000 Tonnen, was einer Zunahme von 9.000 Tonnen im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das klingt doch nach einer positiven Entwicklung!

Wohin das führt? Ein Austausch mit anderen Bundesländern fand ebenfalls statt, wobei 185.000 Tonnen empfangen und 326.000 Tonnen versandt wurden, was beides einen Rückgang von 15,4 Prozent und 4,3 Prozent bedeutet. Seltsam, oder? Innerhalb Brandenburgs selbst hat sich der Verkehr sogar halbiert und liegt nun bei nur 48.000 Tonnen.

Die Rolle der Schiffe

Ein interessanter Aspekt sind die Schiffe selbst. Deutsche Schiffe beförderten 395.000 Tonnen. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 563.000 Tonnen. Man fragt sich, wo die restlichen Schiffe geblieben sind. Immerhin konnten die Binnenschiffe im Juni 2026 insgesamt 185.000 Tonnen befördern, was einen Anstieg von 38.000 Tonnen im Vergleich zum Juni 2025 darstellt. Das könnte eine Wende im Trend sein.

Die Häfen in Brandenburg haben unterschiedlich gute Zahlen. Königs Wusterhausen konnte 38.400 Tonnen abwickeln, während Eisenhüttenstadt fast ausschließlich auf Versand setzte mit 39.900 Tonnen. Fürstenwalde kommt auf 56.400 Tonnen, und der größte Umschlagplatz, Brandenburg an der Havel, hat stolze 363.300 Tonnen verarbeitet. Hennigsdorf folgt mit 161.300 Tonnen. Es ist schon verblüffend, wie unterschiedlich die Zahlen sind und welche Häfen sich als echte Schwergewichte herauskristallisieren!

Ein Rückblick auf die Vergangenheit

Um die aktuellen Trends besser einzuordnen, werfen wir auch einen Blick auf die Zahlen des ersten Halbjahres 2023. Damals wurden auf den Binnenwasserstraßen Brandenburgs nur 827.500 Tonnen Güter befördert. Ein Rückgang von 11,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr! Besonders die Sekundärrohstoffe und Abfälle haben hier deutlich gelitten. Die Metalle und Metallerzeugnisse fielen sogar um 33 Prozent. Aber es gab auch positive Entwicklungen: Die Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft stiegen um 31,2 Prozent. Ein Auf und Ab, das die ohnehin schon dynamische Branche prägt.

Die Schifffahrt ist nicht nur ein wichtiger Teil der Logistik in Brandenburg, sondern auch ein Fenster zu anderen Märkten. Die Veröffentlichung von Open-Data-Datensätzen zur Güterverkehrsstatistik in der Schifffahrt hat uns die Möglichkeit gegeben, noch detaillierter hinter die Kulissen zu blicken. Monatliche Statistiken erfassen alles, was von See- und Binnenschiffen transportiert wird, und bieten einen umfassenden Überblick über regionale und schiffspezifische Merkmale. So könnten wir uns vielleicht auch auf kommende Entwicklungen in der Branche vorbereiten.

Die Binnenschifffahrt bleibt ein spannendes Thema, das mit seinen vielen Facetten immer wieder überrascht. Ob es nun um die Zahlen der Metalle geht oder den Rückgang der Sekundärrohstoffe – es bleibt abzuwarten, welche Trends sich setzen werden und wie die Akteure auf diese Herausforderungen reagieren. Die nächste Zeit verspricht also spannend zu werden!