Königslinie 2.0: Die Rückkehr der Traditionsfährverbindung zwischen Deutschland und Schweden
Heute ist der 6.11.2026. Die Rückkehr der Königslinie zwischen Sassnitz und Trelleborg hat die Herzen vieler Logistik-Profis höher schlagen lassen. Ab Juli 2027 wird diese traditionsreiche Verbindung, die über 110 Jahre Geschichte hat, wieder für den Güterverkehr geöffnet. Die HLS Hanse Linie Shipping GmbH hat ehrgeizige Pläne: Werktags soll die Fähre dreimal täglich die Strecke bedienen, und das mit einem klaren Fokus auf den Transport von Gütern. Man könnte sagen, es ist ein bisschen wie ein Comeback der alten Zeiten, nur moderner und auf die heutigen Anforderungen zugeschnitten.
Die Überfahrten starten in Sassnitz-Mukran und führen nach Trelleborg. Jede Fahrt dauert etwa dreieinhalb Stunden – das klingt doch nach einer angenehmen Reise! Insgesamt sind 15 Fahrten pro Woche vorgesehen, was für einen reibungslosen Transport von Waren sorgen sollte. Und für alle, die schon jetzt Planungssicherheit wollen: Das Buchungssystem wird im März 2027 freigeschaltet, Voranfragen sind aber bereits möglich! Es wird spannend, wie sich die neue Königslinie entwickeln wird.
Tradition trifft Moderne
Die Geschichte der Königslinie ist eine spannende Reise durch die Zeit. Einst galt sie als schnellste direkte Seeverbindung zwischen Deutschland und Schweden, bis der Betrieb im April 2020 aufgrund der Corona-Pandemie eingestellt werden musste. Zuvor hatte die schwedische Reederei Stena Line die Verbindung aus wirtschaftlichen Gründen und aufgrund unzureichender Frachtvolumen bereits unterbrochen. Jetzt, mit einem neuen Geschäftskonzept, das den Werktags-Güterverkehr in den Mittelpunkt stellt, erhoffen sich die Verantwortlichen eine Renaissance dieser wichtigen Verbindung.
Und wie passend, dass das neue Schiff, die „M/S Drotten“, die gleiche Route befahren wird. Mit 142,40 Metern Länge ist es optimal auf die Anforderungen der Häfen in Mukran und Trelleborg zugeschnitten. Die „M/S Drotten“ hat nicht nur eine interessante Geschichte, sie wurde auch zuvor als „M/V Gotland“ bekannt. Das Schiff bringt frischen Wind in die Königslinie, die durch ihre lange Tradition und auch durch die Eisenbahnfähre „Trelleborg“, die von 1958 bis 1977 auf der Strecke fuhr, geprägt wurde. Diese Fähre war die erste ihrer Art mit einem Eisenbahndeck – ein echter Pionier seiner Zeit!
Ein Blick in die Vergangenheit
Die „Trelleborg“ war mehr als nur ein Schiff; sie war ein Symbol für den Fortschritt im Fährverkehr. Mit vier Gleisen und einem separaten Kraftfahrzeugdeck bot sie Platz für viele verschiedene Transportmöglichkeiten. Natürlich gab es auch Herausforderungen, wie etwa die Kollision mit dem norwegischen Tanker Beth im Jahr 1960 – ein Vorfall, der die Fähre in die Werft führte. Doch die Geschichte dieser Fähre endete 1977, nach fast 20 Jahren Dienst. Es folgten zahlreiche Besitzerwechsel und Einsätze, bis sie schließlich 2003 zur Abbruchwerft nach Indien überführt wurde.
Jetzt, da die Königslinie wiederbelebt wird, kann man nur hoffen, dass sie die gleichen Höhen erreicht wie ihre Vorgängerin. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich die Verbindung entwickeln wird und ob sie den Anforderungen des modernen Güterverkehrs gerecht werden kann. Die Vorfreude auf die Rückkehr der Königslinie ist spürbar – eine neue Ära des Frachttransports zwischen Deutschland und Schweden steht vor der Tür!
