Heute ist der 25.09.2026, und ich sitze hier, um über die aktuelle Lage am Rhein zu berichten. Der Wasserpegel in Kaub beträgt nur 14 Zentimeter, was für diese Zeit des Jahres extrem niedrig ist. Seit Beginn der Aufzeichnungen haben wir so einen tiefen Pegel noch nie gesehen. Das ist schon ein bisschen beängstigend, wenn man darüber nachdenkt, wie wichtig der Rhein für den Güterverkehr ist. Containerbinnenschiffe haben, um es mal einfach zu sagen, einen Tiefgang von 90 bis 130 Zentimetern – und bei so einem Wasserstand ist klar, dass die Schiffe nicht voll ausgelastet fahren können. Das bedeutet, die Logistikunternehmen müssen sich etwas einfallen lassen.

In Koblenz hat kürzlich eine Tagung stattgefunden, bei der Fachleute und Rheinanlieger zusammenkamen, um über die Folgen dieses Niedrigwassers zu diskutieren. Ich kann mir das Bild gut vorstellen: Menschen in Anzügen und mit ernsten Gesichtern, die sich über die Auswirkungen auf die Wirtschaft, Energieversorgung und Umwelt austauschen. Besonders brisant ist die Tatsache, dass für die Kunden bei diesen niedrigen Pegelständen ein Kleinwasserzuschlag fällig wird. Wer denkt, dass sich das nur auf ein paar Euro beläuft, der irrt sich gewaltig. Bei einem Pegel von 75 Zentimetern braucht man bereits vier Schiffe, um das gleiche Transportvolumen wie bei normalem Wasserstand zu bewegen; bei 55 Zentimetern sind es sogar mindestens sechs Schiffe! Also, eine Menge zusätzlicher Kosten und Aufwand für alle Beteiligten.

Fachliche Einblicke und Wetterprognosen

Das Niedrigwassermonitoring der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) zeigt uns, dass wir uns tatsächlich in einer kritischen Lage befinden. Aktuelle Durchflusswerte werden mit historischen Daten verglichen – und wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist der Wasserstand in den letzten vier Stunden stark gefallen. Das gibt zu denken! Die Klassifizierung reicht von „keinem Niedrigwasser“ bis hin zu „extrem seltenem Niedrigwasser“ – und wir sind leider ganz nah am letzten Punkt, was für die Schifffahrt und die Umwelt katastrophale Folgen haben könnte.

Die Wettermodelle deuten zudem auf einen weiterhin trockenen Herbst hin, was die Situation nicht unbedingt verbessert. Umweltschützer schlagen Alarm und fordern mehr Raum für die Flüsse, um Niedrigwasser besser bekämpfen zu können. Es ist schon ein bisschen frustrierend zu sehen, wie der Sommer 2026 von extremer Trockenheit und großer Hitze geprägt war. Langfristige Folgen für die Natur sind nicht abzusehen, und das macht mir ehrlich gesagt Sorgen.

Die Logistik-Dienstleister, wie zum Beispiel Contargo, haben bereits reagiert und betreiben spezielle Niedrigwasser-Schiffe auf dem Rhein. Das ist ja ganz nett, aber wenn das Wasser weiterhin so niedrig bleibt, wird das nicht ausreichen. Viele Transporte werden mittlerweile auch über Bahn und Lkw abgewickelt, und das bedeutet einen zusätzlichen Druck auf die Infrastruktur. Die Kombination aus weniger Wasser und mehr Transportaufwand – das ist wie ein Teufelskreis, aus dem man nur schwer herauskommt.

Ich hoffe, dass die Verantwortlichen die Situation schnellstmöglich in den Griff bekommen und wir uns bald wieder über bessere Wasserstände freuen können. Aber im Moment bleibt uns nichts anderes übrig, als abzuwarten und zu beobachten, wie sich die Dinge entwickeln.