Die Bahntrasse zwischen Rosenheim und Salzburg steht vor einer umfassenden Sanierung, die man nicht ignorieren sollte. Ab dem 7. Februar bis Anfang Juli 2027 wird die Strecke komplett gesperrt. Das bedeutet: zwischen Rosenheim und Freilassing wird kein Zug mehr rollen. Reisende, die auf diesen Strecken unterwegs sind, müssen sich auf Umwege, Umstiege und Busfahrten einstellen. Das ist nicht nur eine logistische Herausforderung, sondern auch ein echter Umstand für Pendler und Reisende! Um den öffentlichen Verkehr aufrechtzuerhalten, sind 72 Ersatzbusse im Einsatz. Also, ein bisschen Geduld ist angesagt.

Die Sanierungsarbeiten erstrecken sich über 82 Kilometer und werden mit satten 850 Millionen Euro zu Buche schlagen. Die Maßnahmen sind ambitioniert: Bahnhöfe werden modernisiert, 40 Kilometer Gleise und 100 Kilometer Oberleitungen erneuert, vier Brücken saniert und fünf Stellwerke modernisiert. Ein gewaltiges Unterfangen, das die Infrastruktur für die Zukunft fit machen soll. Und für die Fernverkehrsreisenden gibt es noch mehr zu beachten: Die Züge zwischen München und Wien werden über Passau umgeleitet, Salzburg bleibt ohne Halt. Der EC zwischen Frankfurt, München und Graz wird auf der gesperrten Trasse ebenfalls nicht fahren. Stattdessen sind einige Züge zwischen München und Salzburg auf Umleitungen angewiesen, die über Mühldorf führen.

Die Umleitungen im Detail

Die Umleitungen sind nicht nur für den Fernverkehr relevant. Auch der Güterverkehr wird Umleitungen via Passau oder Wörgl nutzen. Der Regionalverkehr hingegen wird sich hauptsächlich auf die Ausweichroute über Mühldorf konzentrieren. Um die Anbindung nach Salzburg zu gewährleisten, wird in Freilassing ein Pendelzug eingerichtet. Ein Expressbus wird die Autobahn 8 zwischen Rosenheim, Traunstein, Teisendorf und Freilassing befahren. Da dürfen die kleinen Haltepunkte nicht vergessen werden – weitere Buslinien werden ebenfalls kleinere Stationen anfahren. Ein echter Kraftakt, um den Reisenden ein Stück Normalität zu bieten.

Das Ganze ist Teil einer viel größeren Initiative, die Generalsanierung des Hochleistungsnetzes, die von der Bundesregierung und der DB InfraGO ins Leben gerufen wurde. Zwischen 2024 und 2035 soll das gesamte Schienennetz auf über 4000 Streckenkilometern umfassend erneuert werden. Ein mutiger Schritt, um die Pünktlichkeit im Personenfernverkehr, die in der ersten Jahreshälfte 2022 von 80,9 % auf unter 60 % gesunken ist, zu verbessern. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 41,6 % der Güterzüge waren 2021 verspätet, und das hat sich auch 2022 nicht verbessert. Die Bundesregierung setzt sich das Ziel, den Anteil der Bahn am Warentransport von 18,3 % auf 25 % bis 2030 zu steigern. Ehrgeizige Pläne, da kann man nur hoffen, dass die Umsetzung auch so glatt läuft wie gedacht.

Die Infrastruktur der Bahn wurde über Jahre hinweg vernachlässigt, die Nutzungsintensität ist seit 1994 um über 60 % gestiegen. Das Hochbelastete Netz mit etwa 3500 km war schon ohne zusätzliche Baumaßnahmen zu 125 % ausgelastet. Man sagt, die Grundsanierung soll 2024 starten und bis 2030 in ein Hochleistungsnetz münden – das klingt nach einer echten Wende! Es bleibt spannend, wie die verschiedenen Projekte zusammenkommen und die angekündigten Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden. Der Weg zu einem verlässlicheren Bahnnetz hat gerade erst begonnen, und diese Sanierung könnte der erste Schritt zu einer besseren Zukunft für den Bahnverkehr in Deutschland sein.