Die linksrheinische Bahnstrecke zwischen Köln und Mainz ist eine wichtige Lebensader für Pendler, Fernzüge und Güterverkehr. Doch so wie ein altes, knarrendes Holzhaus braucht auch diese Strecke dringend eine Sanierung. Verkehrsminister Achim Schwickert aus Rheinland-Pfalz und sein nordrhein-westfälischer Kollege Oliver Krischer haben sich nun klar positioniert: Die Sanierung muss bis 2028 umgesetzt werden! In einem gemeinsamen Brief an den Bundesverkehrsminister Steffen Bilger und Bahn-Chefin Evelyn Palla drücken sie ihre Besorgnis aus, dass es zu Verzögerungen kommen könnte – und das wäre ein echter Rückschritt.

Die Hinweise auf mögliche Verschiebungen sind alarmierend. Die Infrastruktur ist an vielen Stellen überaltert und, um es mal klar zu sagen, ziemlich störanfällig. Da fragt man sich schon, wie lange das noch gutgehen kann. Schwickert betont, dass die Planungen längst weit fortgeschritten sind und die Maßnahmen einfach notwendig sind. Man kann nicht ewig mit Flickschusterei weitermachen, das bringt niemanden weiter.

Dringlichkeit der Sanierung

Die Situation könnte nicht dringlicher sein. Es gibt bereits Kapazitätsengpässe und betriebliche Mängel auf dieser wichtigen Verkehrsachse. Krischer hat sich deutlich darüber geäußert, dass monatelange Sperrungen ohne anschließende Generalsanierung nicht akzeptabel sind. Das kann man nachvollziehen! Die Strecke ist nicht nur für den Personenverkehr von großer Bedeutung, sondern auch für den Güterverkehr, der sich durch die anstehenden Sanierungsarbeiten noch weiter verschärfen könnte.

Ein weiterer Aspekt, der die Dringlichkeit unterstreicht, ist die bevorstehende Bundesgartenschau 2029 zwischen Koblenz und Bingen. Das ist nicht nur ein Fest für die Blumenfreunde, sondern auch ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor für die Region. Wenn die Sanierung nicht rechtzeitig abgeschlossen wird, könnte das die Leistungsfähigkeit dieser schon stark belasteten Strecke weiter beeinträchtigen. Und das wäre einfach nur unangebracht.

Investitionen in die Zukunft

Die Bundesregierung hat erkannt, wie wichtig eine moderne Verkehrsinfrastruktur für die gesellschaftliche Teilhabe und wirtschaftliche Stärke ist. Im Verkehrsinvestitionsbericht 2023 wird klar, dass der Bund in Schienen, Straßen und Wasserstraßen investiert, um die Mobilität in Deutschland zu sichern. Es geht nicht nur um die Sanierung bestehender Infrastruktur, sondern auch um die Schaffung von Grundlagen für zukünftige Generationen.

Der Fokus liegt auf der bedarfsgerechten Weiterentwicklung der Infrastruktur. Es ist wie beim Autofahren: Man kann nicht nur auf die Bremse treten, man muss auch den Motor am Laufen halten. Das gilt auch für die Schieneninfrastruktur. Wenn wir wollen, dass unsere Züge pünktlich fahren und die Menschen sicher ans Ziel kommen, müssen wir jetzt handeln.

Wie die Sache auch ausgeht – eines steht fest: Die Sanierung der linksrheinischen Bahnstrecke muss jetzt, und zwar schnell, vorangetrieben werden, damit wir nicht in die nächste Stau-Krise geraten. Bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen das richtige Gespür dafür entwickeln und die Weichen rechtzeitig stellen.