Logistik 4.0: Wie KI und Automatisierung die Branche revolutionieren
Die Welt der Logistik steht nicht still – und das ist gut so! Am 17. September 2026 in Wien wurde der VCÖ-Mobilitätspreis Österreich in der Kategorie „Digitalisierung, Technologie und Automatisierung“ verliehen. Ein besonderes Highlight der Veranstaltung war die Ehrung von „Trailer Assist“, einem innovativen KI-gestützten System, das von einem starken Team aus dem AIT Austria Institute of Technology und Künz GmbH entwickelt wurde. Mobilitätsminister Peter Hanke und VCÖ-Geschäftsführerin Ulla Rasmussen waren unter den Anwesenden und erlebten, wie Technologie und Fortschritt Hand in Hand gehen.
Das Ziel von „Trailer Assist“ ist klar: höhere Umschlagleistung, weniger Fehlmanöver und bessere Arbeitsbedingungen für die Kranführer:innen. Die Technologie, die Echtzeitanalysen der Umgebung durchführt, hat es geschafft, die Umschlagleistung um beeindruckende 18 Prozent zu steigern. Dabei wird die Kransteuerung von einer hochgelegenen Kabine in einen bodennahen Remote-Bedienstand verlagert. Dieser Schritt erhöht nicht nur die Arbeitssicherheit, sondern bietet auch einen barriereärmeren Arbeitsplatz. Aktuell wird das System auf drei Kräne in Polen implementiert, und es gibt bereits Pläne für weitere Terminals in Österreich, unter anderem in Wolfurt, Wien und Wels. Die Akzeptanz der Kranführer:innen ist dabei entscheidend für den Erfolg dieser Technologie.
Ein neuer Weg im Güterverkehr
Das Thema ist aktueller denn je. Die steigenden Kosten, der zunehmende Wettbewerb und der Klimawandel stellen die Logistikbranche vor neue Herausforderungen. Experten sehen die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene als zentralen Hebel für nachhaltige Lösungen. Das passt perfekt zu „Trailer Assist“, das nicht nur die Effizienz verbessert, sondern auch die Sicherheit erhöht. Ein einziger Güterzug kann bis zu 40 Lkw ersetzen, und das ist nicht nur ein schöner Satz, sondern ein wichtiger Schritt in Richtung umweltfreundlicher Transportlösungen.
Aber auch Schachinger Logistik hat sich nicht lumpen lassen und wird für das Projekt „Energieautarkie in der Logistik durch BESS“ ausgezeichnet. Die Idee eines Batterie-Energiespeichersystems mit 60 MWh Speicherkapazität, das überschüssigen Strom aus einer Photovoltaikanlage für die Elektro-Lkw-Flotte speichert, ist nicht nur clever, sondern auch zukunftsweisend. Mit einer Klimastrategie „Roadmap to Zero“ und 30 Elektro-Lkw im Einsatz zeigt Schachinger, wie man Verantwortung übernimmt.
Die Zukunft der Logistik
Wenn wir einen Blick auf die Zukunft werfen, wird deutlich, dass die Logistikbranche sich in einem rasanten Wandel befindet. Automatisierte Systeme und intelligente Technologien revolutionieren den Güterverkehr. Bis 2024 wird eine Effizienzsteigerung von bis zu 40 Prozent erwartet. Projekte wie das BREMAG-Projekt in Bremen zeigen, wie viel Potenzial in der Automatisierung steckt. Unternehmen arbeiten an vollautomatisierten Logistiklösungen, die nicht nur effizienter, sondern auch flexibler und nachhaltiger sind.
Die Digitalisierung spielt dabei eine zentrale Rolle. Plattformen wie meinKombiverkehr ermöglichen einen nahtlosen Datenaustausch, während moderne Tracking-Technologien die Echtzeitüberwachung von Gütertransporten ermöglichen. Auch der Mangel an Lkw-Fahrern – etwa 100.000 zwischen Hamburg und München – beschleunigt die Entwicklung autonomer Systeme. Deutschland ist hier führend und hat den größten Anteil an EU-Neuanschaffungen von E-Lkw. Das alles klingt nach einer aufregenden Zeit für die Logistik, in der neue Technologien und innovative Geschäftsmodelle wie Rail-as-a-Service den Markt prägen werden.
