TriPort Hamburg: Ein neuer Hafen für Logistik und Innovation
Inmitten der pulsierenden Hamburger Hafenlandschaft tut sich etwas Großes: Der Umbau eines rund 117.000 Quadratmeter großen Industrieareals in Hamburg-Harburg hat begonnen. Das Projekt, das unter dem Namen TriPort Hamburg firmiert, zielt darauf ab, einen neuen Standort für Logistik und Produktion zu schaffen. Es handelt sich hierbei nicht um einen Neubau auf unbebauter Fläche, sondern um die Nutzung eines bestehenden Areals, was in Zeiten von Flächenknappheit in urbanen Gebieten durchaus sinnvoll ist. Die derzeitige Phase des Projekts ist von Abrissarbeiten geprägt, und der Spatenstich für die eigentlichen Bauarbeiten ist für das kommende Frühjahr geplant.
Eine wichtige Kennzahl des TriPort Hamburg sind die insgesamt 77.000 Quadratmeter Mietfläche, die sich auf drei Gebäude verteilen. Diese Hallenflächen sind flexibel gestaltbar und können individuell genutzt werden – sei es für Lagerung, Distribution, Umschlag, Montage oder sogar Produktion. Das Areal selbst hat eine eigene Gleisanbindung und bietet mit einem direkten Zugang zur Elbe, inklusive eines eigenen Schiffsanlegers und einer Umschlagsplattform, ideale Voraussetzungen für multimodale Transporte. Die Fertigstellung des Projekts ist für das erste Halbjahr 2028 vorgesehen.
Details zum neuen Logistikstandort
Ein Blick auf die Aufteilung der Mietflächen zeigt, dass hier gut durchdacht geplant wurde. Von den insgesamt 77.000 Quadratmetern sind 54.700 Quadratmeter für Lagerflächen gedacht, während 6.600 Quadratmeter als Mezzanine-Flächen dienen werden. Außerdem stehen 2.700 Quadratmeter Büroflächen zur Verfügung und nicht zu vergessen die 14.000 Quadratmeter Industrie-Außenlagerfläche. Auch die Vermietung läuft bereits geschmeidig: Mehr als 50 Prozent der Hallenfläche, also rund 64.000 Quadratmeter, sind bereits langfristig vermietet. Die Vermarktung der verbleibenden Flächen wird von HIH Invest und Four Parx übernommen, die Flächen ab 6.500 Quadratmetern anbieten.
Was die Anbindung angeht, kann der TriPort Hamburg mit einer trimodalen Verbindung punkten: Straße, Schiene und Wasser sind hier optimal vernetzt. Nachhaltigkeit ist ein großes Thema bei diesem Projekt. Geplant sind fossilfreie technische Anlagen, Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen und moderne Smart-Metering-Systeme. Das gesamte Konzept ist darauf ausgelegt, eine DGNB-Gold-Zertifizierung zu erreichen – ein weiteres Zeichen für das Engagement in Sachen Umweltfreundlichkeit und Energieeffizienz.
Der Kontext der Logistikimmobilien in Hamburg
Die Entwicklung des TriPort Hamburg ist ein Lichtblick in einer Zeit, in der Logistikunternehmen ein effizientes Netzwerk an Logistikimmobilien benötigen und die Verfügbarkeit geeigneter Flächen in urbanen Agglomerationen wie Hamburg begrenzt ist. Innovative Konzepte sind gefragt, um trotz der Flächenknappheit hohe Effizienz zu gewährleisten. Themen wie Energieversorgung, der Einsatz innovativer Technologien und die Verwendung nachhaltiger Materialien gewinnen zunehmend an Bedeutung. Fragile Lieferketten haben zudem die Verfügbarkeit bestimmter Baumaterialien eingeschränkt, was die Notwendigkeit von Lösungen wie der Verwertung von Materialien aus Rückbauten in den Vordergrund rückt.
In diesem Zusammenhang bietet der Fachkreis Logistikimmobilien eine Plattform für Unternehmen und Behördenvertreter, um aktuelle Entwicklungen zu diskutieren. Hier werden regelmäßige Ergebnisse wie Positionspapiere und thematische Leitfäden erarbeitet, die wichtige Impulse für die Branche setzen.
