Heute ist der 22.10.2026 und in der Welt der Logistik gibt es aufregende Neuigkeiten! Das Unternehmen Lorenz hat beim Deutschen Logistikpreis 2026 den dritten Platz für ihr innovatives Projekt „Pathfinder“ belegt. Ausgezeichnet von der BVL (Bundesvereinigung Logistik), zeigt dieses Projekt, wie man mit cleveren Lösungen die Herausforderungen der modernen Logistik meistern kann.

In Neunburg vorm Wald, wo die Produktion und das zentrale Lager nur 500 Meter voneinander entfernt sind, hat Lorenz bisher jährlich rund 180.000 Paletten mit Diesel-Lkw über diese kurze Distanz transportiert. Das bedeutete etwa 5.500 Fahrten jährlich – eine echte Belastung für die Umwelt. Doch nun kommt frischer Wind ins Spiel: Im Rahmen des Pathfinder-Projekts werden vier autonome Elektrofahrzeuge eingesetzt, um den Shuttle-Transport zu übernehmen. Diese innovativen Fahrzeuge können jeweils bis zu 15 Paletten transportieren und nutzen Strom aus dem eigenen Photovoltaiksystem des Unternehmens – eine echte grüne Lösung!

Effizienz und Nachhaltigkeit in der Logistik

Die digitale Plattform, die Lorenz implementiert hat, priorisiert die Transporte und überwacht die Fahrzeugbewegungen in Echtzeit. Im regulären Betrieb können jetzt bis zu 1.350 Paletten pro Tag zum zentralen Lager transportiert werden. Für außergewöhnliche Situationen stehen zudem zwei Elektro-Lkw und vier Anhänger bereit. Das zeigt nicht nur, wie wichtig Automatisierung und Elektrifizierung in der bestehenden Werklogistik sind, sondern auch, dass Lorenz in diesem Bereich einen Pionierstatus einnimmt, indem sie regelmäßig autonome Fahrzeuge einsetzen. Nach einem Jahr erwartet das Unternehmen einen wirtschaftlichen Betrieb des Transportdienstes. Und das ist noch nicht alles! Zukünftig prüft Lorenz, ob sie auch fahrerlose Transporte auf öffentlichen Straßen und automatisierte Lade- und Entladeprozesse umsetzen können.

Apropos öffentliche Straßen: Lidl und das schwedische Tech-Startup Einride sind ebenfalls auf dem Weg in die Zukunft. Sie testen ein Pilotprojekt zur autonomen Filialbelieferung auf öffentlichen Straßen, das im September 2026 in Edermünde bei Kassel gestartet wurde. Hier kommt ein vollelektrischer Lkw mit SAE-Level-4-Automatisierung zum Einsatz, was bedeutet, dass das Fahrzeug die komplette Fahraufgabe innerhalb eines festgelegten Einsatzbereichs selbstständig übernimmt. Das alles geschieht unter realen Bedingungen und nicht nur auf einem Testgelände. Ein Local Operator begleitet dabei die Fahrt in einem separaten Fahrzeug und kümmert sich um Be- und Entladung – eine spannende Entwicklung!

Ein elektrisches Transportnetz für die Zukunft

Der Deutsche Logistikpreis 2026 wurde nicht nur an Lorenz vergeben. Mars, die Rewe Group, Rigterink, Einride und L.I.T. haben es geschafft, den ersten Platz für den Aufbau einer durchgängig elektrifizierten Lieferkette für schnelldrehende Konsumgüter zu ergattern. Diese Initiative verbindet Produktion, Logistikdienstleister und Handel zu einem elektrischen Transportnetz. Waren aus Mars-Werken gelangen über Zentrallager in Minden zu den Rewe-Distributionszentren und versorgen rund 300 Märkte im Berliner Raum und darüber hinaus. Partner arbeiten Hand in Hand, um Produktionsrhythmen, Warenströme und Anlieferzeitfenster optimal zu koordinieren.

Die Jury des Preises hat die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit und die Übertragbarkeit des Modells auf andere Regionen und Branchen gewürdigt. Im Hinblick auf die Umweltfreundlichkeit sind die Einsparungen von etwa 3.500 Tonnen CO₂-Äquivalenten und rund 1,1 Millionen Litern Diesel ein echter Lichtblick. Die Emissionen sind nach dem Well-to-Wheel-Ansatz um mehr als 70 Prozent niedriger als bei Dieseltransporten. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung!

Wie geht es weiter? Tja, die Logistikbranche bleibt spannend. Auch wenn es Herausforderungen gibt – wie den Fachkräftemangel, gegen den automatisierte Systeme helfen sollen – zeigt die Branche, dass sie bereit ist, neue Wege zu beschreiten. Fortschritt passiert nicht über Nacht, aber mit Projekten wie denen von Lorenz und Lidl wird deutlich, dass die Zukunft der Logistik elektrisch, autonom und nachhaltig sein könnte. Und das ist doch etwas, worauf wir alle gespannt sein können!