Heute ist der 1.10.2026 und die Nachrichten aus der Welt des Lebensmitteleinzelhandels sind mal wieder spannend! Edeka übernimmt 178 Tegut-Supermärkte, aber die Marke Tegut selbst wird eingestellt. Eine alte Geschichte, die zu Ende geht, und das in einem Markt, der immer mehr von wenigen großen Akteuren bestimmt wird.

Ursprünglich wollte Edeka 202 von rund 300 Tegut-Filialen übernehmen, doch das Bundeskartellamt hatte Bedenken. Sie genehmigten die Übernahme, aber mit einem kleinen Haken: 24 Standorte dürfen für vier Jahre nicht erworben werden, um wettbewerbliche Bedenken auszuräumen. Der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt, betont, dass es ohne diese Zusagen in 34 regionalen Märkten zu einer Verschlechterung der Wettbewerbsbedingungen gekommen wäre. Ein bisschen wie ein Spiel, bei dem man die Regeln ständig anpassen muss!

Die Details der Übernahme

Die Integration der übernommenen Filialen in den Edeka-Verbund wird schrittweise erfolgen. Ein Teil der Märkte wird künftig von Netto Marken-Discount betrieben. Neben den Supermärkten übernimmt Edeka auch das Tegut-Logistikzentrum in Hünfeld-Michelsrombach sowie die Bäckerei Herzberger. Das Ganze betrifft etwa 3.700 Mitarbeiter, die nun eine Perspektive in der Edeka-Familie haben. Ein kleiner Lichtblick in einer Zeit, in der viele Branchen auf der Kippe stehen.

Das Bundeskartellamt hat bereits seit März 2026 umfassende Ermittlungen zur Übernahme durchgeführt und festgestellt, dass eine kollektive Marktbeherrschung nicht vorliegt. Edeka hat, ganz im Sinne der Wettbewerbsregeln, zugesichert, keine unzulässigen Konditionenforderungen zu stellen. Das klingt doch schon fast nach einem fairen Spiel, oder? Die Übernahme wirft dennoch Bedenken auf, denn die Konzentration im deutschen Lebensmitteleinzelhandel ist hoch – Edeka, Rewe, Schwarz-Gruppe (Lidl und Kaufland) sowie Aldi vereinen über 90% der Umsätze.

Die Zukunft von Tegut und der Markt

Die Zukunft der verbleibenden Tegut-Filialen bleibt ungewiss. Ein Bieterverfahren läuft, und während Tante Enso bereits die Genehmigung für 36 kleinere Tegut-Standorte erhalten hat, plant Rewe, bis zu 40 weitere Filialen zu übernehmen. Die Konkurrenz wird also nicht müde, sich um die Reste der Tegut-Kette zu streiten. Das bringt uns zu einem Punkt, der oft übersehen wird: Der deutsche Lebensmitteleinzelhandel ist nicht nur ein Oligopol, sondern auch ein Markt mit hohen Barrieren für Neueinsteiger. Es ist nicht so einfach, sich da reinzukämpfen!

Die Tegut-Kette, die 1947 in Fulda gegründet wurde und seit 2013 zur Migros-Gruppe gehört, beschäftigt rund 7.500 Menschen. Doch diese Geschichte scheint nun ein Ende zu finden, nachdem die Marke Tegut aufgegeben wird. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Märkte in Hessen, Thüringen, Nordbayern und Baden-Württemberg entwickeln, wo die betroffenen Standorte liegen.

Ein Blick auf die Zahlen

Im Jahr 2024 betrug der Gesamtumsatz im deutschen Lebensmitteleinzelhandel etwa 209,7 Milliarden Euro. Edeka selbst meldete für 2025 einen Umsatz von 77,3 Milliarden Euro, während Rewe auf 69,12 Milliarden Euro kam. Die großen Player haben sich also gut positioniert und ihre Macht ausgebaut. Kritiker warnen vor der wachsenden Marktmacht dieser Ketten und dem Druck, den sie auf die Lieferanten ausüben. Schließlich haben diese oft kaum Alternativen.

Die Marktentwicklung bleibt spannend und wir können nur hoffen, dass die Verbraucher am Ende nicht unter der Konzentration leiden. Während die großen Ketten ihre Umsätze steigern, bleibt der Lebensmittelhandel ein umkämpftes Feld, in dem sich auch kleinere und regionale Händler behaupten müssen. Ein bisschen Wettbewerb schadet nie – und wer weiß, vielleicht gibt es in Zukunft noch die eine oder andere Überraschung im Supermarktregal!