Heute ist der 18.10.2026 und die Welt der Logistik dreht sich wie gewohnt rasant. So auch bei Jungheinrich, deren Aktie heute mit einem Kurs von 22,06 Euro in die nächste Xetra-Sitzung geht. Das ist der gleiche Schlusskurs, den die Aktie am 16.10.2026 erreicht hat. Am 19.10.2026 steht die nächste Sitzung an, und es bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln werden. Interessant wird es auch mit Blick auf die jüngsten Entwicklungen im Unternehmen. Am 13.10.2026 erhielt Jungheinrich den Auftrag, ein neues Logistikzentrum in Debrecen, Ungarn, zu automatisieren – ein Projekt, das sicher für ordentlich Aufsehen sorgen wird!

Dieses neue Logistikzentrum, beauftragt von Mixvill, einem ungarischen Händler für Elektro- und Bauprodukte, wird nicht nur über 60.000 Behälterplätze verfügen, sondern auch ein automatisches Kleinteilelager (AKL) beinhalten. Auf einer Fläche von etwa 1500 Quadratmetern wird das AKL mit vier Gassen und einer Höhe von 14,5 Metern dafür sorgen, dass die bestehende Lagerlogistik von Mixvill künftig nicht nur effizienter, sondern auch deutlich flexibler wird. Schließlich stößt die aktuelle Lagerlogistik an ihre Kapazitätsgrenzen. Mit dem Neubau sollen die Prozesse an einem Standort vereinheitlicht und weiteres Wachstum ermöglicht werden.

Ein umfassendes Projekt

Jungheinrich wird alle Komponenten für dieses Projekt aus einer Hand liefern. Dazu gehören Regalkonstruktionen, Regalbediengeräte, Behälterfördertechnik und Steuerungstechnik. Ein durchdachtes System, das Wareneingang, Warenausgang und die Bearbeitung von B2C-Aufträgen nahtlos miteinander verbindet. Dabei wird das Lager an fünf Tagen pro Woche in zwei Schichten betrieben, was die Effizienz weiter steigert. Pro Gasse kommt ein Regalbediengerät zum Einsatz, um die Behälter ein- und auszulagern – alles schön automatisiert.

Und das ist noch nicht alles: Neben dem automatischen Lager wird es auch manuelle Bereiche mit Schmalgangregalen, Palettenregalen und einem Kragarmregal für Langgut geben. Dazu kommen noch zwei Schmalgangstapler EKX 516 und zwei Schubmaststapler ETV 316i. Ein Mehrwege-Schubmaststapler ETV Q25 wird das Kragarmregal bedienen. Fünf Niederhubwagen ERE 120i sorgen dafür, dass die verschiedenen Lagerbereiche optimal miteinander verbunden sind. Die Inbetriebnahme der gesamten Anlage ist für Ende 2027 geplant. Das klingt alles ziemlich vielversprechend!

Marktbewegungen und Herausforderungen

<pDoch nicht alles läuft rund in der Welt von Jungheinrich. Die Aktie hat seit Jahresbeginn fast 40 Prozent an Wert verloren und ist auf den tiefsten Stand seit vier Jahren gefallen. Analysten von UBS bewerten das Unternehmen mit „Neutral“ und setzen ein Kursziel von 24 Euro, während MPCM das Kursziel von 46 auf 41 Euro senkt, aber die Einstufung auf „Buy“ belässt. Die Bank of America hat Jungheinrich ebenfalls abgestuft, was zu einem Rückgang der Aktie um 6,5 Prozent führte. Da bleibt einem nur, den Kopf oben zu halten und die Entwicklungen im Auge zu behalten – die Logistikbranche ist schließlich ein ständiger Wandel.

Und während Dax unter die Marke von 25.000 Punkten fällt, beeinflusst von hohen Anleiherenditen und Ölpreisen, bleibt Jungheinrich ein interessanter Player. Das Unternehmen hat kürzlich den Vertrieb des autonomen Mobile Robots EAC 212a gestartet, der für automatisierte Palettentransporte konzipiert ist. Das zeigt, dass Jungheinrich auch in schwierigen Zeiten nicht stillsteht, sondern innovative Lösungen sucht. Man darf gespannt sein, wie sich die Dinge entwickeln – sowohl bei der Aktie als auch im neuen Logistikzentrum in Debrecen.