Logistik im Mekong-Delta: Chancen und Herausforderungen auf dem Weg zur Effizienz
Heute, am 22. Oktober 2026, versammeln sich Experten und Entscheidungsträger im Logistikzentrum von Ho-Chi-Minh-Stadt, um über die derzeitigen Herausforderungen und Chancen in der Logistikbranche zu diskutieren. Herr Vu Ngoc Long, Direktor des Ministeriums für Industrie und Handel der Provinz Dong Nai, hat kürzlich auf der 12. Konferenz der Industrie- und Handelssektoren der südlichen Provinzen und Städte die alarmierenden Engpässe in der Logistikinfrastruktur Vietnams angesprochen. Diese Probleme sind nicht nur lokal, sie haben Auswirkungen auf das gesamte Land.
Die hohen Logistikkosten, die zwischen 18 und 22 Prozent des Warenwerts betragen, stehen im krassen Gegensatz zum globalen Durchschnitt von 10 bis 12 Prozent. Das ist ein echtes Nadelöhr! Und das, obwohl die Südregion Vietnams eine führende Rolle im Import- und Exportgeschäft spielt. Die Gründe sind vielfältig: fragmentierte Lagersysteme, mangelnde Abstimmung zwischen den verschiedenen Verkehrsträgern und nicht zuletzt die unzureichende Infrastruktur, insbesondere im Mekong-Delta, wo die Transportwege oft lang und umständlich sind.
Die Herausforderungen im Mekong-Delta
Das Mekong-Delta ist nicht nur Vietnams landwirtschaftliches Herz, sondern hat auch mit massiven logistischen Herausforderungen zu kämpfen. Nach der Ernte ist das Logistiksystem oft nicht in der Lage, die Waren effizient zu verteilen, was zu höheren Kosten und Verderbnisraten führt. So müssen Exportgüter häufig über Land nach Ho-Chi-Minh-Stadt transportiert werden, was die Transportkosten weiter in die Höhe treibt.
Die Stadt Can Tho bemüht sich, diese Situation zu verbessern. Am 10. Juni wurde eine wissenschaftliche Konferenz abgehalten, bei der verschiedene Stakeholder zusammenkamen – von Regierungsvertretern bis hin zu Logistikexperten. Die Idee? Can Tho soll zum Logistikzentrum des Mekong-Deltas aufsteigen! Mit über 500 logistikbezogenen Unternehmen, vorwiegend kleine und mittelständische Betriebe, hat die Stadt bereits eine solide Basis.
Doch die Herausforderungen sind enorm. Deputy Director Hua Truong Son wies auf die hohen Kosten und die schwache multimodale Transportverbindung hin. Der Hafen Cai Cui ist zwar wichtig, aber die Fahrrinnen sind für größere Schiffe nicht tief genug, was zusätzliche Kosten verursacht. Und das nicht nur in der Transportkette, sondern auch in der gesamten Wertschöpfungskette, die dringend optimiert werden muss.
Technologische Entwicklungen und Zukunftsperspektiven
Ein weiterer Aspekt, der nicht außer Acht gelassen werden sollte, ist die technologische Entwicklung. Eine Studie, die in den „Scientific Reports“ veröffentlicht wurde, hat gezeigt, wie wichtig es ist, die Effizienz der Binnenhäfen zu steigern. Die durchschnittliche betriebliche Effizienz ist während der Pandemie auf 46 % gesunken, hat sich aber in der Nach-COVID-Zeit auf 51 % erholt. Doch das reicht nicht! Die Notwendigkeit, sich auf digitale Prozesse zu konzentrieren und die Marktvernetzung zu verbessern, wird zunehmend klar.
Die Provinz Dong Nai plant den Bau großflächiger Logistikzentren rund um den neuen Flughafen Long Thanh, um die regionale Infrastruktur zu stärken. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber es muss mehr geschehen. Vorschläge zur Entwicklung einer gemeinsamen Technologieplattform und zur Optimierung der Daten entlang der Wertschöpfungskette sind essentielle Elemente für die Zukunft.
Wie gesagt, die logistischen Herausforderungen in Vietnam sind gewaltig, aber sie sind nicht unüberwindbar. Wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen und innovative Ansätze verfolgen, könnte das Mekong-Delta bald als ein Vorzeigemodell für effiziente Logistik in der Region gelten. Es liegt an uns, die Weichen für eine zukunftsorientierte Logistik zu stellen! Es bleibt spannend, wie sich die Entwicklungen in den kommenden Jahren gestalten werden.
