Mars und Rewe: Pioniere der elektrifizierten Lieferkette im FMCG-Sektor
Heute ist der 22.10.2026 und wir haben spannende Neuigkeiten aus der Logistikwelt zu berichten! Der Deutsche Logistik-Preis 2026 wurde vergeben und die Gewinner stehen fest. Mars und die Rewe Group haben hohe Wellen geschlagen, denn sie wurden für die erste elektrifizierte End-to-End-Lieferkette im Bereich der schnell drehenden Konsumgüter (FMCG) ausgezeichnet. Ein beeindruckendes Konzept, das nicht nur mit nachhaltigen Lösungen punktet, sondern auch ganz konkret CO2-Emissionen von über 3.500 Tonnen pro Jahr einsparen kann. Das ist eine echte Ansage!
Die Auszeichnung wird seit 1984 von der Bundesvereinigung Logistik (BVL) verliehen und die Jury bestand aus namhaften Persönlichkeiten wie Gerhard Grünig, dem Chefredakteur der VerkehrsRundschau. In den letzten Jahren gab es bereits einige bemerkenswerte Preisträger – von DB Cargo bis dm Drogerie Markt. Aber zurück zu den aktuellen Gewinnern: Mars und Rewe haben sich mit ihren Partnern Einride, L.I.T. AG und Rigterink zusammengetan, um Produktionsstätten in Veghel, Viersen und Verden mit Rewe-Filialen in Oranienburg und Berlin zu verbinden. Die gesamte Strecke der elektrifizierten Lieferkette umfasst stolze 1.135 Kilometer!
Innovative Ansätze und Herausforderungen
Die größte Herausforderung war die Synchronisation aller Partner innerhalb dieser komplexen Lieferkette. Man kann sich das wie ein großes Puzzle vorstellen – jede Einzelheit muss stimmen, damit alles reibungslos abläuft. Einride hat dafür die passenden Fahrzeuge, Transportleistungen und digitale Anwendungen bereitgestellt, während Rigterink mit einer Flotte von 22 Elektro-Lkw die Verbindung zwischen Minden und Oranienburg elektrifiziert hat. Und Rewe? Die haben die Verkehre mit weiteren Fahrzeugen ergänzt, damit der gesamte Prozess noch effizienter wird.
Auf Platz zwei der Auszeichnung landete die Rüdinger Spedition, die mit dem wirtschaftlichen Einsatz von E-Lkw in der Stückgutlogistik glänzt. Sie nutzen bereits 36 Elektro-Lkw und planen, bis 2027 weitere 15 hinzuzufügen. Auf Platz drei schaffte es der Snackhersteller Lorenz mit ihrem autonomen Transportsystem, das auf dem Werksgelände arbeitet. Das Projekt „Pathfinder“ hat den Break-even nach nur einem Jahr erreicht und spart jährlich rund zehn Tonnen CO2. Damit kann man nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch die Kosten senken.
Die Bedeutung der Nachhaltigkeit
Diese Entwicklungen sind besonders wichtig, bedenkt man, dass weltweit über 100 Milliarden Pakete jährlich verschickt werden und die Logistikbranche für bis zu 11 Prozent der globalen CO2-Emissionen verantwortlich ist. In Europa fahren zudem jede fünfte bis zweite Transportfahrt auf der Straße leer. Es gibt also viel zu tun! Unternehmen müssen dringend ihre Emissionen reduzieren und Ressourcen schonen, um den Herausforderungen des Klimawandels und der Ressourcenknappheit zu begegnen.
Die BVL Supply Chain CX, die am 21. und 22. Oktober im Estrel Berlin stattfindet, wird genau solche Themen aufgreifen. Mit 1.800 Teilnehmern, über 160 Speakern und rund 130 Ausstellern wird es ein vielfältiges Programm geben. Zwei spannende Studien über „Defense Logistics“ und „KI und Resilienz: Supply Chains erfolgreich transformieren“ stehen auf der Agenda. Hier wird deutlich, dass 83 Prozent der Unternehmen bereits Künstliche Intelligenz einsetzen oder pilotieren. Ein Zeichen dafür, dass der Wandel in der Logistikbranche in vollem Gange ist.
Ein richtungsweisendes Beispiel ist der Ansatz von Fraunhofer IML, der praxistaugliche Lösungen und Innovationen für Logistikdienstleister und produzierende Unternehmen bereitstellt. Denn letztlich geht es darum, nicht nur effizient zu arbeiten, sondern auch nachhaltig zu handeln – und das ist in der heutigen Zeit wichtiger denn je.
