Heute ist der 2.10.2026, und das Wetter in der Logistikbranche ist alles andere als rosig. Der Rheinpegel in Kaub hat sich auf ein Minimum reduziert – faktisch bei null. In der Zwischenzeit sind auch der Suezkanal und die Straße von Hormus nur teilblockiert, was für die Schifffahrt nicht gerade optimal ist. Man könnte sagen, die Schifffahrtsrouten sind wie ein guter Käse – mit vielen Löchern. Auch der Panamakanal und der Rhein sind nahezu trocken, was die Situation weiter anheizt. Das Resultat? Weltweite Frachtraten zeigen starke Schwankungen, als ob sie in einem ständigen Tanz zwischen Hoffnung und Verzweiflung gefangen wären.

Besonders spannend ist die Ungewissheit um das US-Exportverbot für Diesel, das selbst für den CEO im Weißen Haus ein Rätsel zu sein scheint. In der Geschäftswelt wird es nicht einfacher: Hapag-Lloyd, der logistische Riese, plant die Übernahme des israelischen Wettbewerbers ZIM. Doch Israel könnte die Transaktion stoppen, um seine eigenen Interessen zu wahren – ein klassisches Beispiel für geopolitische Intrigen, die jeden Manager ins Schwitzen bringen würden.

Hapag-Lloyd im Sinkflug

Und jetzt zu den Zahlen: Hapag-Lloyd hat im letzten Quartal ein enttäuschendes Konzern-EBIT von minus 157 Millionen US-Dollar (minus 134 Millionen Euro) eingefahren. Im Vorjahresquartal sah die Welt noch ganz anders aus – da waren es 487 Millionen US-Dollar (463 Millionen Euro) Gewinn. So schnell kann’s gehen! Die Umsätze sanken von 5,3 auf 4,9 Milliarden US-Dollar (5,05 auf 4,2 Milliarden Euro), und der Hauptgrund? Deutlich niedrigere Frachtraten. Die durchschnittliche Frachtrate im Segment Linienschifffahrt fiel von 1.471 auf 1.330 US-Dollar je TEU. Die Stabilität der Transportmenge mit 3,203 Millionen TEU ist da fast schon ein Lichtblick in dieser Düsternis.

Doch die Probleme hören hier nicht auf. Schwere Unwetter in Europa und Nordamerika sowie die Blockade der Straße von Hormus haben zusätzliche Belastungen von rund 50 Millionen US-Dollar pro Woche verursacht. Hapag-Lloyd hatte mehrere Containerschiffe im Persischen Golf festsaßen, was die ohnehin schon angespannte Lage noch verschärfte. Das EBIT im Segment Linienschifffahrt fiel von plus 472 Millionen auf minus 174 Millionen US-Dollar, und das EBITDA halbierte sich von 1,067 Milliarden auf 447 Millionen US-Dollar. Einhergehend damit ist der Umsatz im Segment Terminal & Infrastruktur gestiegen – von 109 auf 168 Millionen US-Dollar. Immerhin ein positiver Trend!

Die Prognose für die Zukunft

Was die Prognose für 2026 angeht, bleibt Hapag-Lloyd optimistisch, trotz der Unsicherheiten durch volatile Frachtraten und die geopolitische Lage im Nahen Osten. Das Konzern-EBITDA könnte zwischen 1,1 und 3,1 Milliarden US-Dollar schwanken, während das EBIT in einem Bereich von minus 1,5 Milliarden bis plus 0,5 Milliarden US-Dollar liegen könnte. Ein Drahtseilakt, der viel Geschick erfordert.

Insgesamt zeigt der derzeitige Zustand der Logistikbranche, wie fragile die globalen Handelsströme sind und wie sehr sie von externen Faktoren abhängen. Jeder, der in dieser Branche tätig ist, kennt die Herausforderungen, die mit solchen Schwankungen einhergehen. Man muss einfach flexibel bleiben und bereit sein, sich an die Gegebenheiten anzupassen – denn wer stehen bleibt, wird schnell überholt!