Heute ist der 26.10.2026 und während die Welt um uns herum immer digitaler wird, stehen die Akteure der Transport- und Logistikbranche vor großen Herausforderungen. Eine aktuelle Studie der Managementberatung Horváth, veröffentlicht heute, bringt einige spannende Erkenntnisse ans Licht. Befragt wurden 46 Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer aus der Branche. Und was hat die Studie ergeben? Nun, es gibt viel zu berichten.

Erstmal das Unangenehme: 100% der Befragten sind sich einig, dass Cyberangriffe auf Transport- und Logistiknetzwerke künftig zunehmen werden. Das ist kein Grund zur Freude, denn diese Angriffe könnten den operativen Betrieb stark beeinträchtigen. Und obwohl die Bedrohungslage hoch ist, ist die Cybersecurity nur noch auf Rang vier der strategischen Prioritäten angekommen – zwei Plätze tiefer als im Vorjahr. Das lässt einen schon ein bisschen schaudern.

Wirtschaftliche Aussichten und Herausforderungen

Doch nicht nur das Cyberrisiko macht den Unternehmen zu schaffen. Die Umsatzentwicklung für das Jahr 2026 wird mit einem Wachstum von bis zu 7,4% prognostiziert – abhängig vom Marktsegment. Klingt erstmal positiv, oder? Dennoch wird ein Rückgang der Beschäftigung um 0,6% erwartet, vor allem in indirekten Funktionen. Irgendwie paradox, diese positive Umsatzprognose und gleichzeitig weniger Arbeitsplätze.

Apropos Margen: Der Druck bleibt hoch. 94% der Befragten erwarten anhaltend hohen wirtschaftlichen Druck. Die EBIT-Marge soll zwar von 5,6% auf 6,2% ansteigen, verglichen mit 13,3% der gesamten Dienstleistungsbranche, ist das aber eher ein Tropfen auf den heißen Stein. Und während die Branche unter diesem Druck leidet, beobachten 90% der Unternehmen, dass Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit immer wichtiger werden als maximale Geschwindigkeit. Ein klarer Trend, der die Richtung vorgibt.

Digitalisierung und KI im Fokus

Kommen wir nun zu einem Thema, das in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat: Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. In einer anderen Erhebung, die knapp 5.000 Unternehmen umfasst, zeigt sich, dass der Digitalisierungsgrad in den Unternehmen auf einem soliden Niveau von 2,8 liegt. Das klingt nicht schlecht. Unternehmen setzen Digitalisierung ein, um Effizienz und Qualität zu steigern. Über ein Drittel nutzt sie sogar für innovative Produkte und Geschäftsmodelle. Das ist schon eine Ansage!

Doch der Handlungsbedarf bleibt groß. 80% der Befragten in der Horváth-Studie halten das Tempo und den Umfang der KI-Einführung für unzureichend. Zudem wird die hohe Bedrohungslage in der Cybersicherheit als alarmierend empfunden. Die Unternehmen sind sich dessen bewusst, dass es an der Zeit ist, in digitale Technologien zu investieren und gleichzeitig bestehende Systeme zu modernisieren. Gleichzeitig haben viele das Gefühl, dass die öffentliche Verwaltung die digitale Transformation hemmt. Ein echtes Dilemma!

Die Suche nach Lösungen

Die Unternehmen fordern verlässliche Rahmenbedingungen für die digitale Transformation. Dabei spielt die digitale Souveränität eine zentrale Rolle. Offene Schnittstellen, Standards und Kompetenzen sind gefragt, um Risiken zu begegnen und Chancen zu nutzen. Der Ausbau von Glasfaser- und Mobilfunknetzen wird als einer der zentralen Bausteine für Fortschritt angesehen. Schließlich benötigen Unternehmen gezielte Unterstützungsangebote zur Erhöhung des digitalen Reifegrads.

In einer Zeit, in der alles miteinander vernetzt ist, wird klar, dass die Branche vor einem Zielkonflikt zwischen Effizienzsteigerung und Sicherheitsanforderungen steht. Die Digitalisierung schafft Abhängigkeiten, die die Auswirkungen von IT-Störungen verstärken. Unternehmen müssen daher einen Spagat schaffen – zwischen Investitionen in neue Technologien und der Sicherstellung, dass ihre bestehenden Systeme gegen Cyberangriffe gewappnet sind. Eine echte Herausforderung!

Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Landschaft der Transport- und Logistikbranche in den kommenden Jahren entwickeln wird. Die Zeichen stehen auf Veränderung, und es liegt an den Unternehmen, die richtigen Entscheidungen zu treffen, um den Herausforderungen zu begegnen und Chancen zu ergreifen. Wir sind gespannt!