Die Idee, Güter auf die Schiene zu bringen, klingt ja erst einmal ganz nett, oder? Das Projekt „Güter auf die Schiene“ hat sich zum Ziel gesetzt, den Schienengüterverkehr in unserer Region zu stärken – und das ist auch nötig! In der Kooperation zwischen dem Logistik-Kompetenz-Zentrum (LKZ) Prien und dem Verein Netzwerk Logistik (VNL) Österreich wird das Allgäu, das Außerfern, Tirol und Vorarlberg genau unter die Lupe genommen. Der Ansatz ist klar: Bessere Nutzung der bestehenden Infrastruktur und neue Logistikkonzepte sollen mehr Güterverkehr auf die Schiene bringen.

Natürlich gibt es ein paar Stolpersteine auf diesem Weg. Die begrenzten Streckenkapazitäten und die Konflikte zwischen Personen- und Güterverkehr machen es nicht gerade einfach. Und dann wären da auch noch die fehlenden Zugangsmöglichkeiten zum Bahnnetz und die zu geringen gebündelten Transportmengen. Eine vielversprechende Maßnahme könnte die Reaktivierung der Anschlussbahn Ursulasried in Kempten sein, die als regionaler Umschlagpunkt dienen könnte. Aktuell steht das Ganze aber noch in den Sternen – kein bestätigter Baubeschluss und kein veröffentlichter Zeitplan. Da bleibt nur zu hoffen, dass das Vorhaben nicht in der Schublade verschwindet.

Logistiklösungen und Praxisbeispiele

Die Logistiklösungen, die hier angedacht sind, könnten durchaus zukunftsträchtig sein. Die Bündelung von Gütermengen mehrerer Unternehmen und der Aufbau verlässlicher Bahnangebote könnten den nötigen Schub geben. Ein Blick auf Praxisbeispiele zeigt, dass es bereits Ansätze gibt, die erfolgreich funktionieren. So zum Beispiel das Zuladungskonzept der TSSU in Hall in Tirol oder die TransFER-Angebote der Rail Cargo Group. Da merkt man, dass es auch auf dieser Schiene vorangeht – im wahrsten Sinne des Wortes!

Was den Lkw betrifft, bleibt dieser natürlich nicht außen vor. Er spielt eine entscheidende Rolle beim Vor- und Nachlauf zur Schiene. In Zukunft könnten wir sogar batterieelektrische Lkw sehen – eine spannende Entwicklung, die frischen Wind in die Branche bringen könnte. Und wenn wir schon über frische Ideen reden: Die Förderung durch Euregio via Salina im Interreg-Programm Bayern–Österreich für 2021–2027 könnte hier ebenfalls einen wichtigen Beitrag leisten.

Marktentwicklung und Herausforderungen

Wie sieht es aber mit der allgemeinen Marktentwicklung aus? Nun, die Prognosen für den deutschen Güterverkehr zeigen ein leichtes Plus von 0,8 % im Jahr 2024 und 1,0 % im Jahr 2025. Das klingt doch erst einmal ermutigend! Allerdings wird auch eine Stagnation des deutschen Güterverkehrsmarktes für 2025 erwartet. Besonders die Automobilindustrie wird voraussichtlich auf niedrigem Niveau bleiben. Dämpfende Effekte, vor allem durch den zweistelligen Rückgang der Kohleverkehre, sind nicht zu ignorieren.

Auf europäischer Ebene sieht es nicht viel anders aus. Der Schienengüterverkehr wird für 2024 einen Rückgang von 1,3 % erleben, während für 2025 eine moderate positive Entwicklung erwartet wird. Kombinierter Verkehr bleibt jedoch der Haupttreiber des Wachstums. Ein Lichtblick in all dem ist die anziehende Konsumnachfrage, die möglicherweise für frischen Wind sorgen könnte – vielleicht ein Grund zur Hoffnung!

Jetzt heißt es: Am Ball bleiben! Die Entwicklungen im Güterverkehr sind dynamisch, und wer weiß, welche Lösungen uns in den kommenden Jahren erwarten. Die Schiene könnte sich als die umweltfreundlichere und effizientere Alternative etablieren, wenn es alle Beteiligten schaffen, die Herausforderungen zu meistern. Und das wäre doch einfach nur großartig!