Zukunftsvisionen und Herausforderungen: Rothrist im Wandel der Zeit
Am vergangenen Wochenende hatte die Vereinigung Rothrister Unternehmungen (VRU) ihre Generalversammlung, und dabei gab es einiges zu besprechen. Die Zahlen aus der Jahresrechnung 2025 waren nicht gerade rosig – ein Verlust von rund 149.000 Franken und ein negativ geführtes Eigenkapital von etwa minus 24.000 Franken. Die Hauptursache? Die Ausgaben für den neuen Pumptrack, die sich auf etwa 208.500 Franken beliefen. Die Finanzierung war ein spannendes Zusammenspiel: Ein Darlehen von 81.000 Franken von der Schöni Transport AG, dazu 10.000 Franken Gönnerbeiträge und über 30.000 Franken an Spenden. Am Ende des Jahres hatte die VRU allerdings noch rund 58.000 Franken auf dem Bankguthaben. Ein kleiner Lichtblick, könnte man sagen.
Die Mitglieder der VRU waren sich einig und genehmigten die Rechnung einstimmig. Doch nicht nur die Finanzen standen im Mittelpunkt. Es gab auch personelle Veränderungen. Die VRU zählt nun 28 Mitglieder, nachdem die Wernli AG wegen eines Standortwechsels nach Zofingen ausgetreten ist. Felix Schönle, der bisherige Revisor, scheidet aus, und Markus Lerch wird sein Nachfolger. Janine Flückiger ist jetzt die neue Vizepräsidentin, während Thomas Fischer sein Amt abgab. Peter Righi übernimmt das Sekretariat von Corina Lindemann. Ein echter Generationswechsel, könnte man sagen!
Der Pumptrack als Herzstück
Der Pumptrack, der aus der Idee von Daniel Schöni, dem Präsidenten der VRU, hervorging, wurde mit viel Elan geplant und realisiert. Ursprünglich als Projekt für Jung und Alt gedacht, hat er sich schnell zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt. Schon vor der offiziellen Eröffnung nutzten Kinder und Jugendliche die asphaltierte Rundstrecke, und die Begeisterung war offensichtlich. „Ein Ort der Begegnung“, wie Daniela Weber, die künftige Gemeindepräsidentin, es treffend formulierte. Dank der guten Zusammenarbeit mit der Baufirma Flying Metal und dem Wetter war die Anlage sogar früher fertiggestellt als geplant.
Es gab eine feierliche Eröffnung, bei der Andreas Halter von Flying Metal mit einer Showeinlage die Kinder begeisterte. Man hörte die fröhlichen Stimmen, das Lachen der Kids, und der Duft von frischer Farbe lag in der Luft. Es ist schon etwas Besonderes, wenn ein Projekt so viele Menschen zusammenbringt, oder? Die Unterstützung von Swisslos, dem TCS und verschiedenen Mitgliedsfirmen hat gezeigt, wie wichtig solche Initiativen für die Gemeinschaft sind.
Ein Blick in die Zukunft
Gemeinderat Rolf Purtschert brachte noch weitere Themen auf die Agenda. Die Finanzen der Gemeinde sind angespannt. Das Budget für 2027 soll ohne Steuererhöhung auskommen, aber für 2028 könnte es doch eine Erhöhung geben. Spannend! Zudem stehen 29 Einsprachen gegen die Wiggertalstraße an, und die Verhandlungen sind für November und Dezember geplant. Ein weiteres großes Projekt ist der Bahnhofplatz, dessen Arbeiten voraussichtlich im März oder April 2028 abgeschlossen sein sollen. Ein Einweihungsfest im Mai 2028 ist bereits in Planung. Das wird sicher ein großer Moment für die Gemeinde.
Die Diskussionen rund um die Zukunft des Strebel-Areals sind ebenfalls nicht zu vernachlässigen. Rivella hat dort Stillstand kritisiert und sieht Potenzial für neue Betriebe. In diesem Zusammenhang wurden fünf Unternehmen in die Planung eines Foodparks auf dem ehemaligen Benteler-Areal einbezogen. Das könnte ein spannendes Kapitel für Rothrist werden, wenn man bedenkt, wie wichtig solche Projekte für die wirtschaftliche Entwicklung sind.
Ein weiteres Thema, das für die VRU und die Gemeinde relevant ist, ist die mögliche Auflösung des Rangierteams von SBB Cargo in Rothrist. Benjamin Giezendanner von Giezendanner Transport AG kündigte die Verlängerung des Vertrags für Rangierleistungen mit SBB Cargo bis 2027 an, aber es gibt Überlegungen, Alternativen für die Zeit danach zu prüfen. Das könnte Auswirkungen auf andere Betriebe im Industriegebiet haben – man darf gespannt sein, wie sich das entwickelt.
Insgesamt zeigt sich, dass die VRU und die Gemeinde Rothrist aktiv an ihrer Zukunft arbeiten. Die Herausforderungen sind groß, doch mit kreativen Ideen und einem starken Gemeinschaftsgeist könnte sich einiges bewegen. Es bleibt spannend!
